Für welche Unternehmen arbeiten Sie?
Für kleine und mittlere Unternehmen, typischerweise von 3 bis 150 Mitarbeitenden: Handwerk, Handel, Gastronomie, Logistik und Dienstleistung. Also überall dort, wo Abläufe über Jahre gewachsen sind, es keine eigene IT-Abteilung gibt und niemand Zeit für ein zweijähriges Digitalisierungsprogramm hat.
Was kostet die Beratung?
Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich. Feste Preislisten gibt es nicht — jedes Vorhaben wird einzeln kalkuliert, weil Aufwand und Nutzen von Betrieb zu Betrieb zu unterschiedlich sind. Je nach Zuschnitt arbeiten wir auf Tagessatz oder zum Festpreis; in jedem Fall bekommen Sie vor Beginn eine Aufwandsschätzung, damit klar ist, womit Sie rechnen müssen, bevor Kosten entstehen.
Setzen Sie die Lösung auch selbst um?
Ja, das ist der eigentliche Punkt. Ich schreibe Schnittstellen, automatisiere Abläufe und entwickle bei Bedarf eigene Software — vom ersten Entwurf bis zum laufenden Betrieb inklusive Server, Updates und Monitoring. Ein Konzept, das niemand umsetzen kann, ist keine Lösung.
Muss ich meine bestehende Software ersetzen?
In den meisten Fällen nicht. Häufig fehlt nicht das System, sondern die Verbindung zwischen zwei Systemen: Daten werden zweimal erfasst, Listen von Hand übertragen, Belege ausgedruckt und wieder eingetippt. Genau dort sitzt der größte Hebel — ohne Ihre gewachsene Software wegzuwerfen. Und wenn ein gewachsenes System doch abgelöst werden muss, dann schrittweise statt an einem Stichtag. Ich mache das gerade an meinem eigenen Altsystem vor: Die Warenwirtschaft, die jahrelang den Betrieb meines eigenen Einzelhandelsunternehmens getragen hat, überführe ich in einzelne Dienste, die je eine Aufgabe erledigen und zusammen wieder das Ganze ergeben. Für Sie ist daran das Vorgehen wichtig — es wird immer nur ein Stück getauscht, sodass Ihr Betrieb während der Ablösung weiterarbeiten kann.
Entwickeln Sie auch ein eigenes Produkt für uns?
Ja, das ist mein eigentlicher Schwerpunkt: aus einer Idee ein benutzbares Produkt machen — Konzept, Datenmodell, Oberfläche, App, Server, rechtliche Anforderungen, Veröffentlichung und Betrieb. Wir beginnen mit der kleinsten Fassung, die im Alltag echten Nutzen bringt, und bauen von dort aus weiter. Fünf Produkte habe ich auf diesem Weg bis in den Markt gebracht.
Womit arbeiten Sie technisch?
Anwendungen in C# und .NET — Blazor im Web, .NET MAUI für Android, iOS, Windows und macOS —, dazu Python, Flutter und TypeScript, je nachdem was zur Aufgabe passt. Als Datenbanken MS SQL Server, PostgreSQL mit PostGIS für Geodaten und MongoDB, dazu Datenmigration, Auswertungen und semantische Suche über Vektor-Embeddings. Betrieben wird alles auf eigenen Linux-Servern in Deutschland: Container, automatisiertes Deployment, Sicherungen, Monitoring. Welche Technik es am Ende wird, hängt aber davon ab, was in Ihrem Betrieb schon läuft — nicht davon, was ich am liebsten mag.
Wir entwickeln selbst — können wir einen Baustein von Ihnen übernehmen?
Ja. Wenn Sie in Ihrem eigenen Produkt einen erprobten Baustein brauchen — eine rechtssichere Kasse, ein Gutscheinsystem, Routing oder Echtzeit-Übersetzung —, binden wir ihn als Komponente ein oder forken ihn für Sie, je nachdem, was besser in Ihre Architektur passt. Sie bekommen Zugang zum Quellcode und können ihn selbst weiterpflegen; es entstehen keine laufenden Lizenzgebühren und keine Abhängigkeit von meiner Roadmap.
Sind Sie unabhängig — oder verkaufen Sie mir Ihre eigenen Produkte?
Von fremden Herstellern bekomme ich keine Provision — ich empfehle also nichts, woran ich mitverdiene. Eigene Produkte habe ich allerdings, und wenn eines davon zu Ihrem Problem passt, sage ich das ausdrücklich dazu. In welcher Form Sie es dann nutzen, entscheiden Sie: als Baustein in Ihrer eigenen Software, betriebsfertig von mir betrieben, als Lizenz oder ganz übernommen. Ich habe kein Modell, das ich Ihnen aufdrücken müsste. Und passt eine fremde Standardlösung besser als alles, was ich anbieten kann, empfehle ich die — auch wenn für mich dann weniger Arbeit dabei ist.
Arbeiten Sie vor Ort oder remote?
Beides. Die Ist-Aufnahme mache ich am liebsten vor Ort im Betrieb — im Raum Karlsruhe, Pforzheim und Karlsbad ist das ohnehin naheliegend. Umsetzung, Abstimmung und Betrieb laufen anschließend problemlos remote, deutschlandweit.
Wie läuft es mit Daten und Vertraulichkeit?
Betriebsdaten bleiben, wo sie hingehören. Ich arbeite mit möglichst wenig echten Daten, hoste in Deutschland und unterschreibe selbstverständlich eine Vertraulichkeitsvereinbarung, bevor es an die Zahlen geht.